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ATP Nr. 2

Unsicherheits-Fragebogen (Ullrich & de Muynck, 2001)

MSWSATP Nr. 2IE-SV-VTypenbestimmung


[ATP Nr. 2]
Datenverarbeitungsschritte
1. Rohwerte für jede Skala zusammenführen

Skalen-Mittelwert bilden
Werden nicht alle Fragen einer Skala beantwortet, muss für die unbeantwortet gebliebenen Fragen der Mittelwert aller übrigen Fragen als Antwort eingetragen werden. Um diesen nicht von Hand berechnen zu müssen, wird er bei Bedarf auf dem Datenverarbeitungs-Blatt berechnet und direkt auf dem Dateneingabe-Blatt angezeigt.
Dafür sind folgende Schritte nötig:
  1. Unbeantwortete Fragen vorläufig mit »x« beantworten.
    Hierdurch wird die jeweilige Frage bei der Skalen-Mittelwertbildung ignoriert. Es wird dann die Summe aus nicht-invertierten und invertierten Rohwerte lediglich durch die Anzahl der tatsächlich beantworteten Fragen »N-n« dividiert. Hierbei steht »N« für die Anzahl aller Fragen und »n« für die Anzahl der vorläufig mit »x« beantworteten Fragen.
  2. Anschließend Skalen-Mittelwert anstelle des »x« eintragen.
    Sobald alle verfügbaren Antworten eingetragen wurden, können im Nachhinein alle »x« mit dem in der Spalte »Skalen MW« stehenden Zahlenwert der gleichen Zeile ersetzt werden.

Summieren
Anschließend werden die nun vorhandenen Rohwerte (bestehend aus gegebenen und ggf. berechneten Skalen-Mittelwerten) entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Skalen summiert. Diese Summe entspricht dem letztendlich mit Rohwert »RW« bezeichneten Betrag auf der Auswertung.


2. Normierung der Rohwerte
Durch die Normierung können die Skalen leicht untereinander verglichen werden.


3. Die »soziale Phobie im engeren Sinne« errechnen
Im Manual zum Fragebogen wurde davon gesprochen, dass die Skalen FE und Ko zusammen die soziale Phobie im engeren Sinne angeben. Es handelt sich somit um keine offizielle Skala, sondern um eine von mir hinzugefügte. Ich habe sie SP genannt. Ihr Wert errechnet sich als Mittelwert der FE und Ko Skalen. Auf gleiche Weise errechnen sich Mittelwert und Grenzen für diese neue Skala.


4. Datenquelle für Diagramme vorbereiten
Für die Darstellung der Diagramme werden die benötigten Daten auf dem Datenverarbeitungs-Blatt zusammengetragen und so angeordnet, dass LibreOffice sie leicht zum Erstellen eines Diagramms nutzen kann.


5. Zahlenwerte und Diagramme darstellen
Zahlenwerte und Diagramme werden übersichtlich formatiert auf dem Auswertungs-Blatt dargestellt.


Auswertung
Der ursprüngliche Auswertungsbogen für den ATP U-Fragebogen sieht nur eine Tabelle mit Rohwerten und Vergleichswerten vor. Um die Interpreation der Daten für den Therapeuten zu vereinfachen, wurdem sie in einer Weise grafisch dargestellt, die sie mit den Werten von der klinischen Referenzgruppe und den Normalen ins Verhältnis setzt. Dies erlaubt die sofortige Einordnung der Ergebniswerte in einen größeren sinnvollen Zusammenhang.
Um die Interpretation weiter zu vereinfachen bzw. das Ergebnis zusammenzufassen, gibt es einen Bereich mit Anmerkungen. Abhängig vom jeweiligen Skalenwert erscheint hier ein kurzer Text, der vereinfacht beschreibt, was sich in der Grafik ablesen lässt. Hierfür wurden Anmerkungen aus dem Manual übernommen. Beispielsweise wird bei den ersten drei Skalen selbst für Werte unterhalb des klinischen Mittelwertes empfohlen sie bedingungsanalytisch abzuklären. Dies gilt besonders für die dritte Skala (Fo). Um zu beschreiben, dass der Rohwert unter dem Konfidenzband für „Normale“ liegt wird in den Anmerkungen der Ausdruck „Sub-normal“ verwendet. Da Skala Fo eine andere Orientierung als die anderen Skalen aufweist, wurde hier der Begriff „Super-normal“ verwendet, um anzuzeigen, dass sich die Werte über dem Konfidenzband der „Normalen“ befinden.