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IE-SV-F

Kognitive Verarbeitung von Erfolgs- und Misserfolgssituationen (Dorrmann & Hinsch, 1981)

MSWSATP Nr. 2IE-SV-VTypenbestimmung


[IE-SV-F]
Datenverarbeitungsschritte
1. Rohwerte für jede Skala zusammenführen

Skalen-Mittelwert bilden
Werden nicht alle Fragen einer Skala beantwortet, muss für die unbeantwortet gebliebenen Fragen der Mittelwert aller übrigen Fragen als Antwort eingetragen werden. Um diesen nicht von Hand berechnen zu müssen, wird er bei Bedarf auf dem Datenverarbeitungs-Blatt berechnet und direkt auf dem Dateneingabe-Blatt angezeigt.
Dafür sind folgende Schritte nötig:
  1. Unbeantwortete Fragen vorläufig mit »x« beantworten.
    Hierdurch wird die jeweilige Frage bei der Skalen-Mittelwertbildung ignoriert. Es wird dann die Summe aus nicht-invertierten und invertierten Rohwerte lediglich durch die Anzahl der tatsächlich beantworteten Fragen »N-n« dividiert. Hierbei steht »N« für die Anzahl aller Fragen und »n« für die Anzahl der vorläufig mit »x« beantworteten Fragen.
  2. Anschließend Skalen-Mittelwert anstelle des »x« eintragen.
    Sobald alle verfügbaren Antworten eingetragen wurden, können im Nachhinein alle »x« mit dem in der Spalte »Skalen MW« stehenden Zahlenwert der gleichen Zeile ersetzt werden.

Summieren
Anschließend werden die nun vorhandenen Rohwerte (bestehend aus gegebenen und ggf. berechneten Skalen-Mittelwerten) entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Skalen summiert. Diese Summe entspricht dem letztendlich mit Rohwert »RW« bezeichneten Betrag auf der Auswertung.

2. Normierung der Rohwerte
Durch die Normierung können die Skalen leicht untereinander verglichen werden. Es findet gleichzeitig eine »grafische Normierung« statt, indem der maximale Wert einer Skala grafisch mit dem maximalen Wert aller anderen Skalen zusammenfällt.

3. Datenquelle für Diagramme vorbereiten
Für die Darstellung der Diagramme werden die benötigten Daten auf dem Datenverarbeitungs-Blatt zusammengetragen und so angeordnet, dass LibreOffice sie leicht zum Erstellen eines Diagramms nutzen kann.


4. Zahlenwerte und Diagramme darstellen
Zahlenwerte und Diagramme werden übersichtlich formatiert auf dem Auswertungs-Blatt dargestellt.


Ungereimtheit bei der Normierung bzw. Transformation
Um zu überprüfen, ob die Gleichung zur Normierung korrekt implementiert ist, wurden die auf dem Zettel mit den Vergleichswerten gegebenen »unkorrigierten« Rohwerte für die Berechnung der »korrigierten« (normierten) Werte benutzt. Hierbei wurde festgestellt, dass Abweichungen zwischen den gegebenen »korrigierten« Werten und den von meinem Programm berechneten von bis zu 0,7 bestehen. Da ich weder Implementierungs- noch Logik-Fehler in meinem Programm gefunden habe und die errechneten Werte mit der grafischen Normierung übereinstimmen, wird diese Ungereimtheit als verkraftbar betrachtet.


Auswertung
Der ursprüngliche Auswertungsbogen für den IE-SV-F Fragebogen (Arbeitsblatt 17) sieht nur eine Tabelle mit Rohwerten und optional zusätzlichen normierten Rohwerten vor. Um die Interpreation der Daten für den Therapeuten zu vereinfachen, wurden sie in einer Weise grafisch dargestellt, die sie mit den Werten der »Normalpopulation« ins Verhältnis setzt. Dies erlaubt die sofortige Beurteilung des Skalenwerts mit Blick auf den Mittelwert und die Streuungen einer »Normalpopulation«. Zudem kann die vorgenommene grafische Normierung der Skalenwerte verwendet werden, um auf einen Blick die Ausprägung der Attribuierungsgewohnheit zu erkennen.